Dieser aus sechs Gebieten bestehende Marschkomplex, dessen Entstehung vor fast 15.000 Jahren begann, war im 20. Jahrhundert vom Verschwinden bedroht.
Die Guin-Sümpfe erfuhren im 20. Jahrhundert erhebliche Störungen. Der Torf, dessen Bildung Jahrtausende dauerte, wurde während des Zweiten Weltkriegs intensiv abgebaut, um den Kohlemangel auszugleichen. Dies führte zur Entstehung mehrerer Teiche und zur Besiedlung des Gebiets durch Bäume und Sträucher. In den 1970er Jahren beeinträchtigten die Nutzung eines Teils der Sümpfe als Mülldeponie und für die Fischzucht sowie der Bau der Autobahn A12 dieses Naturparadies zusätzlich.
Um den Erhalt dieses außergewöhnlichen Feuchtgebiets und der vielen davon abhängigen Pflanzen- und Tierarten zu gewährleisten, stehen die Guin-Sümpfe seit 1975 unter Schutz. Das Marschmanagementkomitee, in dem Pro Natura vertreten ist, plant in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzdienst gezielte Pflegemaßnahmen und notwendige Verbesserungen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Erhalt der natürlichen Umwelt zu gewährleisten und gleichzeitig die Attraktivität des Ortes für die Öffentlichkeit zu erhalten.